Finanzielle Unterstützung bei Existenzgründung

Empfänger von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) können Einstiegsgeld beziehen. Das Einstiegsgeld wird beim Jobcenter (früher: „ARGE“) beantragt, wenn Sie sich selbstständig machen wollen und ihre Tätigkeit einen hauptberuflichen Charakter hat.

Einstiegsgeld

Anders als der Gründungszuschuss ersetzt das Einstiegsgeld nicht die bisherigen Leistungen der Arbeitsagentur bzw. des Jobcenters. Es ist ein gesonderter Zuschuss der die Regelleistungen um 50 bis maximal 100 Prozent ergänzt.
Dabei werden die vorherige Dauer der Arbeitslosigkeit, die Größe des Haushalts und besondere persönliche Umstände berücksichtigt.

Die Förderung beinhaltet (abhängig von den persönlichen Verhältnissen): 

  • den einen Regelsatz von aktuell 364 €
  • die Übernahme der sozialen Absicherung für die gesamte Bedarfsgemeinschaft (Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung)
  • Miet- und Heizkostenzuschuss
  • Den Förderbetrag von 50 bis 100 Prozent des Regelsatzes

Wichtig:

Der betriebliche Gewinn wird, abgesehen von einem Freibetrag, mit den Leistungen des Jobcenters verrechnet. Daher muss der Existenzgründer regelmäßig eine Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben zur Gewinnermittlung (EKS) einreichen.

Das Jobcenter überprüft alle sechs Monate, ob die geschäftliche Entwicklung der Unternehmung aussichtsreich ist, woran die weitere Bewilligung der Geldleistung gebunden ist. Es können Kürzungen der Grundsicherungen oder auch Versagungen einhergehen. Eine Minderung des Einstiegsgeldes ist bei jeder Verlängerung angedacht. Die Förderungshöchstdauer beträgt maximal 24 Monate.

Erforderliche Unterlagen bei Erstanträgen:

  • Antrag auf Einstiegsgeld („Tag der Antragsstellung“)
  • Businessplan mit Umsatz- und Rentabilitätsvorschau
  • Lebenslauf
  • Kopie Gewerbeanmeldung bzw. Steuernummer
  • Fachkundige Stellungnahme
  • Nachweise über fachliche und kaufmännische Eignung (u.a. Nachweis Existenzgründerseminar)
  • bei Bedarf Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan
  • In der Regel Anlage EKS als Planung